Fit für Erfolg? Die neue Dimension des Sports

Sportwettkampf digital

Rainer GeierDamit hat Komperdell auch das Fernsehen erobert, Profisport ist zum hochwertigen Produkt der audiovisuellen Unterhaltungsindustrie aufgestiegen. Mit der Digitalisierung ist auch das Bedürfnis nach Aktualität und umfassender Information gewachsen. Livestreams über Over-the-Top-Dienste (OTT) verdrängen bei Sportevents das klassische Broadcast-TV. Hier hat sich Laola1.tv als einer der führenden Anbieter von Sport-Livestreamings weltweit profiliert. „Wir sind im Jahr 2007 mit LAOLA1.tv, dem Sport-TV im Internet, an den Start gegangen und verstehen uns als Pioniere. Mittlerweile verzeichnen wir Zugriffe aus mehr als 150 Ländern weltweit“, sagt Geschäftsführer Rainer Geier. Neben Livestreams diverser internationaler Eishockey-, Volleyball- und Tischtennisligen dominieren im Programm Übertragungen von internationalen Fußballmatches. Ist Sportfernsehen eine Männerdomäne? „Durch Umfragen wissen wir, dass unsere User zu knapp 80 Prozent männlich, sportbegeistert und zwischen 14 und 39 Jahren sind“, so Geier. „Wir wissen aber auch, dass wir beispielsweise bei Volleyball- und Tischtennis-Livestreams sehr viele Frauen bei uns begrüßen dürfen.“ Spiele des Lieblingsvereins live über mobile Endgeräte zu verfolgen, wird auch in Zukunft Trend bleiben. „Wir erkennen schon seit Jahren, dass sehr viele User Live-Sport via Handy oder Tablet konsumieren und sich gleichzeitig über Social-Media-Kanäle mit anderen Fans austauschen“, berichtet Geier. Profiteamsport bietet dem Publikum die Möglichkeit zur Identifikation und eines Gemeinschaftsgefühls.

 

Sportbekleidung erobert die Freizeit

„Als Teamsportmarke erleben wir diese Entwicklung vor allem im Bereich des Vereinswesens. Ein einheitliches Outfit drückt Zusammengehörigkeit aus“, weiß Tobias Röschl, Vertriebsleiter des Sportartikelherstellers JAKO. 1989 von CEO Rudi Sprügel gegründet, hat sich das Unternehmen auf Teambekleidung spezialisiert. JAKO stattet Teams aus verschiedenen Sportarten mit Trikots, Trainingsanzügen, Hosen und vielem mehr aus. Auch hier liegt der Fokus auf der Männerdomäne Fußball. „Frauen spielen aber eine immer wichtigere Rolle. Sie sind in Teamsportarten aktiv und kleiden sich in ihrer Freizeit sportlich. Viele unserer Artikel werden deshalb in Damenschnitten angeboten. Darüber hinaus haben wir eine Fitnesslinie für Frauen in unserer Kollektion“, sagt Röschl. Neue Bekleidungstechnologien sind bei JAKO ein wichtiges Thema. So finden Fans in ausgewählten Trikots für Profi-Clubs QR-Codes, die per Smartphone zu ausführlichen Informationen zum Produkt führen.
 

Intelligent unterwegs

RuntasticTechnologie mit Sport und Fitness zu kombinieren, war auch die Idee hinter dem oberösterreichischen Start-up-Unternehmen Runtastic. 2009 von Co-Founder Florian Gschwandtner ins Leben gerufen, entwickelte er mit seinem Team Fitness-Apps für Smartphones und traf damit den Zeitgeist. Im Bereich Jogging gehört Runtastic mittlerweile zu den Top-fünf-App-Anbietern weltweit. „Der Vorteil von Runtastic liegt ganz klar darin, dass alles über das mobile Endgerät aufgezeichnet und dargestellt wird“, so CEO Gschwandtner. Runtastic-Apps messen Dauer, Distanz, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch beim Laufen, Radfahren, Walken und vielen anderen sportlichen Aktivitäten via GPS und helfen dabei, Trainingsziele zu erreichen. „Egal ob Laufen mit Runtastic Running oder Bodyweight Training mit Runtastic Results, jeder kann es machen und das nahezu kostenlos“, so Gschwandtner über sein Erfolgsrezept. Zusätzlich werden auch Trainingspläne angeboten, und der User kann sich sogar online von Freunden anfeuern lassen. Seit 2012 bietet Runtastic zudem Sportzubehör und Accessoires an. Mittlerweile zählt das Unternehmen 80 Millionen registrierte User und 175 Millionen Downloads. Grund genug für adidas Runtastic zu übernehmen: „Mit Runtastic wollen wir noch gut weiterwachsen und gemeinsam mit unserem neuen Partner adidas noch größer werden. Es wird also nicht langweilig!“, so Gschwandtner.

Christof HinterplattnerDas wird es auch bei Bikemap nicht, das junge Unternehmen erobert gerade die digitale Fahrradwelt. Hinter der Plattform verbirgt sich ein soziales Netzwerk, das Usern ermöglicht, sich mit anderen Nutzern über einzelne Strecken und Routen auszutauschen. „Planen, entdecken und teilen der besten Fahrradrouten – weltweit. Ein einfacher Service, für jedermann zugänglich und innovativ“, so Geschäftsführer Christof Hinterplattner. „Mit den neuen Apps ist alles mobil verfügbar, selbst das Aufzeichnen von Routen und Abspeichern von Fotos oder Informationen ist möglich.“

Das Projekt Bikemap wurde bereits 2007 gestartet. Ende 2014 stieg dann Hinterplattner als Gesellschafter ein und durchdachte das Konzept neu. Mit Erfolg: Aktuell verbucht das Wiener Unternehmen über 500.000 User und 2,8 Millionen Routen, avanciert  zum Shootingstar der globalen Fahrrad-Community und ist bisher kostenfrei. „Offline-Maps und Offline-Navigation kommen in den nächsten Wochen und werden als Premiumfunktion gegen einen kleinen Betrag zu erwerben sein“, informiert der Geschäftsführer. Und wohin geht der Trend? „Fahrräder werden zunehmend mit intelligenter Technologie ausgestattet. Dazu werden neue Dienste und Services gefragt sein. Für Bikemap und seine weltweite Community wird das ein sehr spannendes Zukunftsfeld“, freut sich Hinterplattner.
 

Batteriebetrieb statt Zündfunken

Technologie und Öko-Trends machen auch vor der Motorradbranche nicht halt. KTM ist mit seinen neuen, umweltbewussten Modellen seit 2015 elektrisch unterwegs. „Speziell im Zweiradbereich, sei es in Ballungsgebieten oder auch in Teilen unseres Offroad-Kerngeschäfts, sind elektrisch angetriebene Motorräder schon heute sinnvoll und auf der Funktionsseite voll konkurrenzfähig“, sagt Harald Plöckinger, COO der KTM AG. „Bereits die ersten E-Varianten haben eindrucksvoll bewiesen, dass sich Fahrspaß und E-Mobilität nicht ausschließen. Wir sind aber auch realistisch und uns dessen bewusst, dass wir erst am Anfang der Entwicklung stehen“, meint er. Der Fokus liegt auf Batterietechnologie mit verbesserter Effizienz. „Wir haben hierzu ein langfristiges Bekenntnis abgelegt und Ressourcen gebildet, um E-Sportmotorräder als einen Teilbereich unseres Geschäfts zu etablieren.“ Ein sportlicher ­Zugang.

 

Digitaler Fitnesstrainer


Mit dem Schrittzähler zum Dauerlauf, dem Smartphone zum Muskeltraining und dem Kalorienzähler zum Nordic Walking: Die Digitalisierung hat den Sport erreicht. Fitness-Apps stellen Trainingspläne auf, überwachen den Gewichtsverlust und alarmieren bei zu wenig Bewegung. Technische Geräte motivieren und können das Training sogar optimieren. Gerade junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren setzen stark auf Hightech. So lässt sich über den Fitnesstracker die zurückgelegte Strecke messen und dokumentieren, über soziale Netzwerke teilen und die Leistung mit der von Freunden vergleichen.

 

Engagement im Sport

Die RLB OÖ unterstützt Institutionen und Projekte, die den Breitensport fördern. Wesentlich ist nicht nur die gesundheitspolitische, sondern auch die soziale Komponente. Aus diesem Grund wird der Förderschwerpunkt auf Mannschaftssportarten und die Jugend- und Nachwuchsarbeit in Vereinen gelegt.

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