Laakirchen Papier erfindet sich neu

Laakirchen Papier erfindet sich neu

Die Laakirchen Papier AG aus Oberösterreich ist einer der führenden europäischen Hersteller von Hochglanzpapier für den Druck von Magazinen, Katalogen, Zeitungsbeilagen und Werbematerialien. Die Digitalisierung macht den angestammten Markt allerdings immer herausfordernder. Seit 2008 ist er in Europa um 25 Prozent geschrumpft. Trendwende ist keine in Sicht. „Der Markt für Wellpappenrohpapiere hingegen wächst jährlich um etwa zwei Prozent, in den osteuropäischen Ländern rechnen wir sogar mit vier Prozent Wachstum“, sagt Riia Sillave, CFO der Heinzel Group, zu der das oberösterreichische Traditionsunternehmen seit 2013 gehört. „In Summe bedeutet das einen steigenden Bedarf von rund einer halben Million Tonnen pro Jahr.“ Das Geschäft boomt, weil Online-Versandhändler wie Amazon oder Zalando große Mengen Verpackungsmaterial für ihre Lieferungen benötigen.

Das neue Geschäftsfeld

Der Erfolgsgeschichte dieses Segments möchte sich die Laakirchen Papier AG nun mit großen Schritten annähern: Eine ihrer beiden Maschinen wird künftig das gefragte Wellpappenrohpapier für die Verpackungsindustrie erzeugen. „Zu 100 Prozent aus Recyclingfasern, in leichten Flächengewichten und mit hohen Festigkeitswerten“, unterstreicht Sillave. „So können unsere Kunden leichtere Verpackungen machen und Rohmaterialien sowie Ressourcen sparen.“ Geringere Transportkosten und weniger Abfall beim Altpapier vervollständigen die Win-win-Situation. Die zweite Maschine wird nach wie vor, aber mit deutlich gesteigerter Leistung, hochwertiges grafisches Papier herstellen.

Von der 100-Millionen-Euro-Investition in die Neuausrichtung verspricht man sich viel: „In Zukunft werden wir jährlich etwa 450.000 Tonnen Papier produzieren und eine vielseitigere Produktpalette anbieten können“, so Sillave. „Auf Verpackungsmaterial zu setzen, ist sehr erfolgversprechend für Laakirchen.“

Das Finanzierungsprogramm Auftragsinvest der Oesterreichischen Kontrollbank unterstützt die Expansion auf Basis der Neuorientierung perfekt. „Der Ausbau gibt auch den Mitarbeitern einen Motivationsschub“, zeigt sich die Finanzexpertin zufrieden. Abgewickelt wurde die Auftragsinvest durch die Raiffeisenlandesbank OÖ. „Von einem stets professionellen und lösungsorientierten Projektteam“, lobt Sillave die Zusammenarbeit. Der Großteil der Produktion geht in den Export. „Schon heute sind die europäischen Nachbarländer sowie weltweite Ziele wichtig für uns“, verdeutlicht Sillave. „Wenn der Umbau der Papiermaschine abgeschlossen ist, wird sich auch das Kundensegment ändern.“ Große Verpackungshersteller aus Deutschland, Polen und Frankreich werden hinzukommen. „Durch die breitere Produktpalette werden wir ein noch stärkerer Lieferant in Europa sein.“

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