Alles fondstastisch?

Alles fondstastisch?

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld werden aktiv gemanagte Fonds neu entdeckt, sagt Kepler-Fonds-Chef Andreas Lassner-Klein. Bei KEPLER-FONDS erwartet man keine überraschende Zinswende an den Kapitalmärkten: „Wir sehen für Europa noch längere Zeit keinen Zinsschritt nach oben. Und auch die US-Notenbank geht bis dato sehr behutsam bei der Anpassung der Leitzinsen an die wieder anziehende Konjunktur vor.“ Im Interview mit business erklärt Lassner-Klein, auf welche Fonds Anleger gerade setzen.

 

business: Wie positionieren sich die Anleger im aktuellen Zinsumfeld?

Lassner-Klein: Bei unseren Kunden geht der Anlagetrend klar in Richtung Mischportfolios. Zwar steht Sicherheit noch immer hoch im Kurs, die Notwendigkeit der Beimischung von Risky Assets wurde aber erkannt und in vielen Portfolios umgesetzt.

 

business: Das klingt nach breiter und aktiver Streuung der Vermögenswerte. Sind die risikoscheuen Österreicher wirklich schon so weit?

Lassner-Klein: Bei Privatanlegern stellen wir ein starkes Umdenken fest. Das Sparbuch bleibt zwar beliebt, aber ein Teil des verfügbaren Vermögens fließt in Wertpapiere, speziell in Fonds. Auch institutionelle Investoren schichten in ihren Spezialfonds in höher verzinste Anlagekategorien um. Wir haben in Österreich mit 169 Milliarden Euro ein neues All-Time High beim veranlagten Fondsvolumen. Ein Zeichen, dass die heimischen Sparer verstärkt auf die Ertragschancen der Finanzmärkte setzen.

 

business: Welche Fonds sind die Topseller?

Lassner-Klein: Es mag überraschen, dass unsere Anleihen-Laufzeitenfonds auch bei derart niedrigen Marktzinsen beliebt bleiben. Da innerhalb einer fixen Laufzeit von sechs Jahren auch höher verzinste Unternehmens- und Schwellenländeranleihen beigemischt werden, ergibt sich in Summe eine attraktive Einstiegsrendite. Wir verwalten aktuell über eine halbe Milliarde Euro in dieser sicherheitsorientierten Fondskategorie. Auch Kepler-Ethikfonds liegen in der Gunst der Anleger weit vorne. Nachhaltige Geldanlage wurde innerhalb weniger Jahre vom Randthema zum Mainstream. Als Ethik-Pionier in Österreich verwaltet Kepler bereits über eine Milliarde Euro Kundenvolumen nach sozialen und umweltrelevanten Maßstäben.

 

business: Ein Blick auf die Fondsbranche: Man hört von Übernahmen, Konsolidierung, Kostendruck und dem Vormarsch passiver Indexprodukte. Wie reüssiert die Kepler-Fonds Kapitalanlagegesellschaft in diesem harten Wettbewerb der Vermögensverwalter?

Lassner-Klein: Die Fondsbranche in Europa und speziell auch in Österreich ist in der Tat im Umbruch. Es zeigt sich eine Zunahme von Fusionen, um Kosten zu sparen. Die großen Player der Branche kaufen vorwiegend mittelgroße Vermögensverwalter und erzielen dadurch Skaleneffekte. Die ab 2018 geltenden neuen Finanzmarktregeln MiFID II werden den Druck durch bessere Kostentransparenz weiter erhöhen. Wir bei Kepler sehen das Ganze positiv. Denn für die Anleger lassen sich durch noch mehr Transparenz die besten Anbieter leichter herausfiltern. Und es sind oftmals kleine und damit sehr kundenorientierte Fondshäuser wie Kepler, die in den internationalen Rankings seit Jahren vorne liegen. Wir definieren uns als aktiver Fondsmanager mit klaren Kernkompetenzen, die die Mitbewerber nicht so gut hinbekommen. Dazu zählen neben Ethikfonds unsere mehrfach ausgezeichneten Anleihen-Strategien, ein Minimum-Varianz-Ansatz für Aktien und die Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Cocca im Bereich der Behavioral Finance, die als antizyklische Komponente in die Gestaltung der Asset Allocation mit einfließt. Auf den Punkt gebracht: Kepler ist klein, aber fein und für die Zukunft sehr gut positioniert.

 

Die KEPLER-FONDS KAG gehört zu den Top 4 der 21 österreichischen Fondsanbietern und verwaltet per 30.06.2017 in 132 Fonds ein Kundenvolumen von 14,54 Milliarden Euro.

Ein Team mit 92 Mitarbeitern setzt den Schwerpunkt im Portfoliomanagement für institutionelle Anleger und für Publikumsfonds.

www.kepler.at

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