Wirtschaftsbarometer

China Investiert strategisch

Chinesische Auslandsinvestitionen sind im Vorjahr um 40 Prozent auf 180 Milliarden Euro gestiegen. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass die Investoren zumindest in Europa eine gezielte Strategie verfolgen. In Westeuropa stünde der Technologietransfer als Motiv für Direktinvestitionen im Vordergrund, dort wird aus China mehrheitlich durch den Erwerb von Unternehmensanteilen investiert – etwa in sogenannte Hidden Champions. In Mittel- und Osteuropa werden dagegen öfter Neugründungen vorgenommen. Hier geht es für chinesische Investoren eher darum, sich einen Eintritt in den EU-­Binnenmarkt zu verschaffen. Die wichtigsten Faktoren, die chinesische Investitionen in ein bestimmtes Land leiten, sind die Marktgröße des ­Ziellandes und die Intensität des Handels zwischen dem Zielland und der asiatischen Volksrepublik.

Australien: Wachstums-Weltmeister

Mit 30. Juni hält Australien einen neuen Weltrekord: Die Wirtschaft in Down Under ist dann seit 104 Quartalen ohne Rezession geblieben. Anders gesagt: Es gab seit 1991 keine zwei Quartale mit negativem Wirtschaftswachstum hintereinander. Bisher rühmten sich die Niederländer mit 103 rezessionsfreien Quartalen, global führender Wachstums-Dauerläufer zu sein, dort würgte die Finanzkrise 2008 die Konjunktur aber ab. In Australien überstand man den globalen Crash vor neun Jahren relativ unbeschadet und steckte auch den Verfall der Rohstoffpreise weg. Analysten sehen das Erfolgsgeheimnis in der enormen Flexibilität der Australier: Nach dem Rohstoffboom setzte man flugs auf Umwelttechnologien und einen boomenden Immobilienmarkt. Zwar warnen Experten vor einer Blasenbildung am Häusersektor, die australische Notenbank prognostiziert bis Ende 2018 aber ungetrübten Konjunkturhimmel.

Afrika: Potenziale und probleme eines riesigen Kontinents

USA

Unsicherheit über den zukünftigen Kurs

Nach der anfänglichen Euphorie über die Steuerpläne des neu gewählten Präsidenten Donald Trump stellt sich Ernüchterung ein: Die US-Wirtschaft ist überaus schwach ins Jahr 2017 gestartet, das Wachstum lag im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet bei mageren 0,7 Prozent. Auch das versprochene Jobwunder in der Ölindustrie stellte sich als Strohfeuer heraus. Jetzt wartet das Land gespannt, ob Trump wie zugesichert im Ausland gebunkerte Milliarden von Konzernen „nach Hause“ holt.

 

Bevölkerung: 321,6 Mio.
Hauptstadt: Washington, D.C.
BIP: 18.562 Mrd. US-Dollar
BIP/Kopf: 57.294 US-Dollar
BIP-Wachstum: +2,2 %
Import/Export: 2.306,8 Mrd. Euro / 1.503,9 Mrd. US-Dollar
Währung: US-Dollar (USD)

 

 

 

Deutschland

Die Konjunkturlokomotive Europas brummt

Die deutsche Konjunktur kommt immer besser in Fahrt. Im zweiten Quartal dürfte sich das Wachstum sogar noch beschleunigen. Die Industrieproduktion wurde seit Jahresbeginn deutlich ausgeweitet, der private Konsum bleibt aufwärtsgerichtet, der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort und die Lohnzuwächse bleiben spürbar. Zudem wollen heuer 49 Prozent der deutschen Industrieunternehmen im Ausland investieren – so viel wie noch nie zuvor.

 

Bevölkerung: 82,2 Mio.
Hauptstadt: Berlin
BIP: 3.139 Mrd. Euro
BIP/Kopf: 38.000 Euro
BIP-Wachstum: +1,7 %
Import/Export: 1.056,3 Mrd. Euro / 948,5 Mrd. Euro
Währung: Euro (EUR)

Russland

Rückkehr in die Wachstumszone

Die russische Wirtschaft hat harte Zeiten hinter sich: Durch die Abhängigkeit von Rohstoffen hat sich der Ölpreisverfall in einer deutlichen Re­zession niedergeschlagen, die die westlichen Sanktionen wegen des Ukra­ine-Konflikts noch verschärft haben. Bereits im Vorjahr sollte aber der Turnaround gelungen sein. Für 2017 rechnen auch internationale Organisationen mit einem leichten Konjunkturplus, in Russland selbst prognostiziert man sogar ein Wachstum von zwei Prozent.

 

Bevölkerung: 144,1 Mio.
Hauptstadt: Moskau
BIP: 1.267,8 Mrd. US-Dollar
BIP/Kopf: 8.838,2 US-Collar
BIP-Wachstum: 1,1 %
Import/Export: 182,2 Mrd. Euro / 343,9 Mrd. US-Dollar
Währung: Russischer Rubel (RUB)

Ihr Kundenberater kennt die Bedürfnisse und genauen Anforderungen, die für das Auslandsengagement Ihres Unternehmens wichtig sind. Dabei greift er auf das umfassende Know-how unserer Auslandsexperten sowie auf ein globales Netzwerk mit leistungsfähigen Partnerbanken zu.

» mehr Informationen

Artikel hat folgende Inhalte:
business Wirtschaftsbarometer
Artikel teilen:

Weitere Artikel

48 High-End-Appartements in bester Lage

Managerin im Porträt – Hotel Guglwald

Oesterreichische Kontrollbank

Copyright 2017 Raiffeisen OÖ. All rights reserved.