Beteiligungskapital

S&T AG schafft Technologiesprung mit schlauer Finanzierung

S&T AG schafft Technologiesprung mit schlauer Finanzierung

Der österreichische Hightech-Spezialist S&T AG verschafft sich mit der Übernahme der deutschen Kontron AG Zugang zu neuen und interessanten Geschäftsfeldern. Strategisch ebenso klug war die Refinanzierung des Unternehmenskaufs durch das Instrument der Beteiligungsfinanzierung unter dem Lead der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Die österreichische Exportförderung kennt viele Instrumente. Eines der schlagkräftigsten ist die Beteiligungsfinanzierung: Österreichische Unternehmen haben die Möglichkeit, wichtige Auslandsinvestitionen – etwa die Errichtung von Betriebsstätten, eine signifikante Beteiligung an oder Übernahme von ausländischen Unternehmen – mit Unterstützung der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) günstig zu refinanzieren. Voraussetzung ist, dass die Auslandsinvestition die österreichische Leistungsbilanz positiv beeinflusst.

Der Linzer Anbieter von IT-Lösungen S&T AG hat sich bei der Übernahme der deutschen Kontron AG für die Beteiligungsfinanzierung unter dem Lead der Raiffeisenlandesbank OÖ entschieden, einen Teil der Haftung hat die Oesterreichische Kontrollbank übernommen. „Für uns bietet dieses Konstrukt einen Vorteil, der sich in den Konditionen der gesamten Finanzierung niederschlägt. Das war für uns die beste von allen Fremdkapitalalternativen“, erklärt Richard Neuwirth, CFO der S&T AG.

 

CFO Richard Neuwirth

Bild: CFO Richard Neuwirth

Gesamte IT-Technologie aus einer Hand

Die S&T AG ist mit 100 Niederlassungen in 25 Ländern vertreten. „Unser Schwerpunkt liegt in der DACH-Region und Osteuropa“, so Neuwirth. Was sein Unternehmen von anderen IT-Dienstleistungsanbietern unterscheidet? „Dass wir relativ viel in die Entwicklung eigener Hard- und Softwaretechnologie investieren und damit unseren Kunden auch wirklich komplexe Lösungen aus einer Hand anbieten können: von der eigenentwickelten Hardware samt Applikationen bis hin zur Integration in die Standardsysteme der Kunden“, erklärt Neuwirth den USP.

Investition in die Zukunft

Derzeit investiert S&T erhebliche Summen in Entwicklungen für das „Internet der Dinge“ – der Vernetzung von Maschinen und Geräten wird unter Stichworten wie Industrie 4.0 oder autonomes Fahren große Zukunft eingeräumt. Voraussetzung dafür ist die Ausstattung von Geräten, Apparaten und Maschinen mit Computern, sogenannten Embedded Systems – ein interessanter Geschäftsbereich. „Mit der Kontron AG haben wir den führenden Anbieter von Embedded Systems akquiriert.“ Seit August 2017 ist die einst börsennotierte Gesellschaft mit Sitz in Augsburg rechtlich komplett in die S&T integriert. Was den Linzern auch geografisch neue Chancen eröffnet: „Kontron hat bereits viele Systeme installiert. Darauf kann man aufsetzen. So schafft uns die neue Tochter etwa Zugang zum Markt in Nordamerika“, erklärt Neuwirth. Er hofft, dass bestehende Kontron-Kunden hinkünftig auch bei S&T kaufen – und umgekehrt.

Beteiligungsfinanzierung

Mit den Export-Finanzierungs-Verfahren der Oesterreichischen Kontrollbank AG können österreichische Unternehmen ihre Auslandsinvestitionen (z.B. Kapital- oder Sacheinlagen, Gesellschafterdarlehen) zinsgünstig finanzieren, sofern damit eine direkte oder indirekte Verbesserung der österreichischen Leistungsbilanz bewirkt wird.
 

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