Zinsanstieg in Sicht?

Zinsanstieg in Sicht?

Obwohl sich die europäische Wirtschaft in den vergangenen Jahren dank der Maßnahmen der Europäischen Zentralbank erholt hat, ist es für EZB-Präsident Mario Draghi noch zu früh, das Ende der ultralockeren Geldpolitik auszurufen. Die zuletzt anziehende Inflation halten die Währungshüter noch nicht für nachhaltig. So strebt die EZB mittelfristig ein stabiles Preisniveau von knapp unter zwei Prozent an. Dieses Ziel sieht sie noch nicht erreicht. Auch das auf über zwei Billionen Euro angelegte Kaufprogramm für Wertpapiere wird zwar seit April gedrosselt, läuft aber noch bis Ende Dezember weiter.

Die Fed erhöhte den Leitzins zum zweiten Mal

Die Fed hat den Pfad der ultralockeren Geldpolitik hingegen verlassen. Im März erhöhte sie den Leitzins innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal auf eine Spanne zwischen 0,75 und einem Prozent. Sie reagierte damit abermals auf die gute Konjunktur und den robusten Arbeitsmarkt. Außerdem stellte die Notenbank kürzlich noch zwei weitere Zinsschritte für dieses Jahr in Aussicht. Nach gut acht Jahren an Krisenmanagement kehrt man damit wieder zur Normalität in der Geldpolitik zurück.

Was bedeutet das für den Anleger?

Die Tiefststände bei den Zinsen dürften vielerorts überwunden sein. Aufgrund hoher Schuldenstände in vielen Ländern wird es aber unwahrscheinlich sein, dass die Zinsen sehr schnell wieder das Niveau vor dem Jahr 2008 erreichen werden. Mit langfristig langsam steigenden Zinsen ist dennoch zu rechnen.

Prinzipiell heißt das für Anleiheinvestoren in der ersten Phase des Zinsanstiegs, die Restlaufzeit eher kurz- bis mittelfristig zu halten. Sie sollte bei rund fünf Jahren liegen. Wichtig ist es außerdem, auf hochwertige Schuldner zu setzen. Mögliche Zusatzerträge könnten Investments in Fremdwährungsanleihen bieten, dabei ist aber auf Währungsschwankungen zu achten.

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