Im Fokus: China, Indien, Bangladesch, Iran, Südkorea, Russland, Deutschland, Österreich

Im Fokus: China, Indien, Bangladesch, Iran, Südkorea, Russland, Deutschland, Österreich

Indien: Ein SubKontinent der Wirtschaftlichen Superlative

7,5 Prozent beträgt das Wachstum des indischen BIP im Fiskaljahr 2018/19 (beginnt im April). Stärker wächst keine andere der großen Volkswirtschaften.

45 Milliarden US-Dollar sind Indien im Fiskaljahr 2016/17 an ausländischen Direktinvestitionen zugeflossen. Indien ist damit das neuntwichtigste Investitionsziel der Welt.

1,32 Milliarden Einwohner machen Indien zum weltweit bevölkerungsreichsten Land hinter China. 65 Prozent sehen die Wirtschaftsentwicklung positiv, 100 Millionen kaufen schon online ein.

86 Prozent der indischen Währung wurden 2016 für ungültig erklärt. Scheine über 500 und 1.000 Rupien wurden über Nacht entwertet, um Korruption zu bekämpfen und den elektronischen Zahlungsverkehr zu stärken.

223 Milliarden US-Dollar will die Regierung in die Infrastruktur im ländlichen Raum stecken. Gebaut werden vorrangig Autobahnen und Stromnetze.

China: EntwicklungsTempo steigt

Erstmals seit 2010 beschleunigt sich das Wachstum.

Im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft hat auch Chinas Konjunktur deutlich an Fahrt aufgenommen: Laut Pekinger Statistikamt legte das BIP im Vorjahr um 6,9 Prozent zu – und ist damit erstmals in diesem Jahrzehnt stärker als in der Vorperiode gewachsen. 2018 soll der Aufholprozess der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt etwas moderater ausfallen, das Wachstumsziel soll bei 6,5 Prozent liegen. Experten warnen aber auch vor wachsenden Gefahren für die wichtige Weltkonjunkturlokomotive: Zum einen droht der Handelsstreit mit den USA zu eskalieren, zum anderen ist der Schuldenberg der Volksrepublik auf über 250 Prozent des BIP angewachsen. Als Gegenstrategie arbeitet China weiter am Ausbau der „neuen Seidenstraße“:  Über drei Milliarden Euro sollen allein für den Ausbau der Infrastruktur in Osteuropa bereitgestellt werden.

Deutschland: Gefahrloses Wachstum

Wirtschaft ist laut Studie auf dem Weg zur Hochkonjunktur.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der deutschen Hans-Böckler-Stiftung prophezeit: Das kräftige Wachstum der deutschen Wirtschaft hält, die Gefahr einer Überhitzung bleibt gering, die Gefahr einer Rezession kann für die kommenden Monate so gut wie ausgeschlossen werden. Unternehmen fänden ein ausgesprochen günstiges Finanzierungsumfeld vor, auf dem Arbeitsmarkt zeichnen sich keine Engpässe ab und bei den Lohnstückkosten wird eine Zunahme unterhalb des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent erwartet. Die deutsche Bevölkerung nutzt den stabilen Aufschwung zum Sparen: Laut deutscher Bundesbank beläuft sich das Geldvermögen von Privathaushalten auf insgesamt 5,78 Billionen Euro. Veranlagt wird risikoarm, meist wird Bargeld gehalten oder in Spareinlagen sowie Ansprüche gegen Versicherungen investiert.

IRAN: WERBUNG BOOMT.

Der Werbemarkt im Iran soll der britischen Mediaagentur Zenith zufolge vor einem Boom stehen. Bis 2020 sollen die Werbespendings in der islamischen Republik um 713 Millionen US-Dollar auf 2,1 Milliarden US-Dollar wachsen. Einzige Einschränkung: Der Werbeboom hängt stark von Handelswachstum und Investments ab. Wenn sich der Konflikt mit den USA verschärft und wieder Sanktionen verhängt werden, käme das Wachstum des Werbevolumens rasch zum Erliegen.

Russland: Der sanktionierte Aufschwung.

Seit Eskalation der Ukraine-Krise belegen sich Russland und die EU mit gegenseitigen Handelssanktionen. Woraufhin die russische Wirtschaft zwar schrumpfte, aber keinesfalls zusammenbrach. Die wegen der guten Weltkonjunktur steigenden Rohstoffpreise lassen jetzt auch das russische BIP wieder wachsen. Davon profitiert auch Österreich: In den ersten zehn Monaten 2017 wuchsen die Exporte nach Russland um 18,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Eine klare Trendwende nach dramatischen Einbrüchen!

Bangladesch: Auf der Überholspur.

Auch Bangladesch steht vor einem Werbeboom, fand die britische Mediaagentur Zenith in einer Studie heraus. Mit einer Zunahme der Werbespendings um 457 Millionen US-Dollar bis 2020 wird der Markt in Bangladesch auf 1,31 Milliarden US-Dollar anwachsen und damit mehr als doppelt so groß sein wie jener in Pakistan, obwohl Bangladesch mit 160 Millionen Einwohnern deutlich bevölkerungsärmer ist. Tatsächlich brummt die Wirtschaft beim östlichen Nachbarn Indiens, das BIP wächst um sieben Prozent per anno.

 

SüdKorea: Ein Tiger wird erwachsen.

Zählte Südkorea in den Achtzigern noch zu den sogenannten Tigerstaaten – kleine asiatische Länder mit guter Konjunktur –, hat man jetzt längst das Niveau westlicher Staaten erreicht. Davon profitiert auch Österreich. Der Export nach Südkorea wächst rasant, vor allem Automotive-Komponenten sind begehrt. Eine besondere Stellung nimmt in Korea der Samsung-Konzern ein. Sein Umsatz macht mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

Österreich: Köstlicher Export.

Die Welt hat Appetit auf Österreich. 2017 wurden Lebensmittel und agrarische Güter im Wert von 11,1 Milliarden Euro exportiert, um sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Einen solchen Zuwachs hat es zuletzt vor 20 Jahren gegeben. Mit dem Exportschlager Red Bull sind alkoholfreie Getränke die wichtigsten Export-Lebensmittel, dahinter folgen Fleisch und Fleischzubereitungen sowie Milchprodukte. Wichtigster Exportmarkt bleibt Deutschland, wo vor allem Käse aus Österreich boomt.

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